Das Netzwerk „Kennzeichnung und Registrierung“

Besetzt mit Experten aller Fachrichtungen  

 

Das „Netzwerk Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“, auch Identification and Registration (I&R), ist ein Arbeitskreis, der aus mehreren Fachveranstaltungen heraus, zuletzt im September 2016, entstanden ist. Gemeinsames fachübergreifendes Ziel: eine bundesweite Pflicht der Halter zur Kennzeichnung und Registrierung ihrer Hunde und Katzen. Für gleich mehrere Probleme im Zusammenhang mit Hunden und Katzen bietet die volle Rückverfolgbarkeit des Halters einen unverzichtbaren Lösungsbestandteil.

 

Auf der Ebene der Europäischen Union ist das Thema ebenfalls virulent. Das Europäische Parlament hat in selten breitem Konsens in einem Entschließungsantrag eine europaweite Kennzeichnung und Registrierung gefordert, zuletzt im Februar 2016.

 

Das Thema ist sperrig und wird häufig mit dem nicht belegten Gegenargument bürokratischen Aufwands und hoher Kosten vom Tisch gewischt. Im Zuge der Arbeit des Netzwerks wurde jedoch immer deutlicher, dass ein solches System für Deutschland durchaus kostengünstig und effektiv machbar ist: mittels intelligenter Vernetzung und Nutzung vorhandener Datenbanken. Im Februar 2017 haben sich daher alle Landestierschutzbeauftragten, Repräsentanten aus den Bereichen der Tierärzteschaft, der Transpondertechnologie, der Haustierregister und des Tierschutzes zusammengefunden und in Arbeitsgruppen Vorgaben für eine bundesweit einheitliche Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen erarbeitet.

 

Mit einer Broschüre sollen die drängenden Probleme mit Hunden und Katzen in Deutschland und in Europa, deren Hintergründe, Zusammenhänge sowie beispielhaft die Eckwerte für ein Lösungsmodell kompakt aufgezeigt werden. Nicht zu unterschätzen ist der Nebeneffekt einer bundesweit einheitlichen Kennzeichnung und Registrierung für konsequente und verlässliche Gewinnung von Tierzahlen. Zielführende Heimtierpolitik ist auf seriöse Daten und Transparenz angewiesen.