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Hier finden Sie alle Pressemitteilungen, die das Netzwerk K&R veröffentlicht hat.

Netzwerk K&R präsentiert bei Fachkonferenz die Lösung zur Einführung einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen in Deutschland

Berlin, 6. November 2019 – Eine flexible und kostengünstige Lösung für eine bundesweit einheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht (K&R) für Hunde und Katzen in Deutschland hat das Experten-Netzwerk „Kennzeichnung und Registrierung“ (Netzwerk K&R) am Mittwoch im Rahmen seiner Fachkonferenz in Berlin vorgestellt. Die Veranstaltung mit dem Titel „Zeit zum Handeln – Eine rechtspflichtige Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen für Deutschland und Entwicklungen in der EU“ brachte mehr als hundert Experten aus ganz Europa bei der Vertretung des Saarlandes in Berlin zum Austausch zusammen.

 

Mittelpunkt der Veranstaltung war die Präsentation des von den Experten des Netzwerks ausgearbeiteten Registerverbundes, den Philip McCreight, Mitbegründer des Netzwerks K&R und Geschäftsführer des Haustierregisters TASSO e.V. vorstellte. Der Registerverbund ist die praktische Antwort auf die Frage, wie eine verpflichtende K&R in Deutschland ausgestaltet werden kann. Die Vorteile liegen auf der Hand: Er erspart hohe Kosten für die Errichtung und den Betrieb eines neuen Gesamtregisters, bewahrt die Daten von mehr als zehn Millionen bereits registrierten Heimtieren und gewährleistet die Autonomie der bereits bestehenden Register. Unabhängig davon, in welchem Register die Daten eines Tieres hinterlegt sind, können Behörden und öffentliche Stellen eine Anfrage mit Auskunftsersuchen an den Heimtier-Abfrage-Service (HABS) richten, sofern die rechtlichen Voraussetzungen dafür vorliegen. Auch nicht-öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen, wie Tierärzte, Tierheime und Tierhalter können sich an diesen Service wenden, um den Registrierungsstatus eines Tieres abzufragen, beispielsweise bei einem Fundtier. Alle Eingabe- und Abrufbefugnisse werden bei HABS im Vorfeld unter Einhaltung der erforderlichen datenschutzrechtlichen Bestimmungen klar und spezifisch geregelt.

 

Notwendigkeit betont

 

Dass eine einheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen notwendig ist, wurde im Rahmen der Konferenz noch einmal mehr als deutlich: Die verschiedenen interdisziplinären Beiträge der Referenten aus ganz Europa unterstrichen die Bedeutung der K&R als Bestandteil des Prinzips des „Responsible Ownership“, zeigten bestehende Probleme auf, lieferten einen Blick auf die Folgen für den illegalen Welpenhandel, die Herausforderungen für seriöse Züchter sowie auf derzeitige Defizite für die tierärztliche Praxis. Auch die hohe Tierleiddimension dieser Thematik wurde dargelegt.

 

Dabei wurde einmal mehr deutlich: Deutschland ist klares Schlusslicht in Europa. Die meisten anderen Länder in Europa haben bereits eine K&R-Pflicht eingeführt. Wie wichtig es ist, diesen Anschluss zu schaffen, hat die Fachkonferenz mehr als deutlich gezeigt.

 

Dass diese möglich wurde, ist auch der Unterstützung des Hauptsponsors, dem Tiernahrungshersteller Almo Nature mit seiner Stiftung Fondazione Capellino zu verdanken. Firmenchef und Gründer Pier Giovanni Capellino betont in seinem schriftlichen Grußwort: „Unsere Vision ist es, ein europaweites Registrierungsnetzwerk und eine aktive Zusammenarbeit bei der europäischen Mission ‚Companion Animal For Life‘ zu schaffen, um verantwortungsbewusstes Halten von Haustieren zu unterstützen. Wir sind heute alle hier, um dies zu ermöglichen. Unser Ziel ist es, einen relevanten Schritt in Richtung eines anwendbaren Kennzeichnungs- und Registrierungsansatzes in Europa zu gehen, der kurzfristig umgesetzt werden kann, um unseren treuen Begleitern zu helfen, ihren menschlichen Freund zu finden und zu behalten.“

 

Blick in die Zukunft

 

„Was bislang ganz klar fehlt, ist der politische Wille, eine einheitliche K&R-Pflicht einzuführen“, stellt Dr. Hans-Friedrich-Willimzik, Leiter des Netzwerks K&R und Landestierschutzbeauftragter des Saarlandes, fest. Bislang hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft alle Vorstöße ohne Gesprächsbereitschaft zu signalisieren abgewiesen. Aufgabe des Netzwerks K&R ist es nun, mit der entwickelten Lösung Überzeugungsarbeit zu leisten. „Nach einer praktischen Testphase im Jahr 2020 ist es an uns und unseren Unterstützern, von den Erfahrungen zu lernen und die Politik nicht nur von der Notwendigkeit einer K&R, sondern auch von der Umsetzbarkeit zu überzeugen“, fasst Willimzik das weitere Vorgehen zusammen.

 

Gruppenfoto von links nach rechts:

  • Petras Auštrevicius, Mitglied des Europäischen Parlaments, Vizepräsident der Interessengruppe „Tierschutz und Artenschutz“
  • Dr. med. vet. Hans-Friedrich Willimzik, Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes und Leiter des Netzwerks K&R
  • Philip McCreight, Geschäftsführer, TASSO e.V. und Mitbegründer des Netzwerks K&R
  • Diana Plange, Landestierschutzbeauftragte Berlin
  • Dr. Andrew Robinson, ehemaliger Vizepräsident der Föderation der Tierärzteschaft in Europa (FVE), Mitglied der freiwilligen Unterarbeitsgruppe „Hundehandel“ im Rahmen der geplanten EU-Plattform Tierschutz

Expertennetzwerk fordert Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Hunden zur Bekämpfung des illegalen Welpenhandels

Sulzbach/Ts., 8. Oktober 2019 – Anlässlich des internationalen Welthundetages, der jedes Jahr am 10. Oktober stattfindet, macht das Netzwerk Kennzeichnung und Registrierung (K&R) auf das Problem des illegalen Welpenhandels aufmerksam, der über die Grenzen hinweg in Europa floriert. Zu dem Netzwerk gehören unter anderem TASSO e.V. sowie weitere Tierschutzorganisationen und Landestierschutzbeauftragte. Gemeinsam machen sich die Mitglieder für eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht in Deutschland stark, die auch eine wirksame Maßnahme gegen den illegalen Welpenhandel wäre. Deshalb fordert das Netzwerk von der Bundesregierung, umgehend zu handeln und endlich eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen deutschlandweit einheitlich einzuführen.

 

„Noch immer halten Kriminelle in Europa Hündinnen, die wie Gebärmaschinen unter widrigsten Umständen am Fließband Welpen zur Welt bringen müssen. Die Tiere werden nur notdürftig versorgt und nach wenigen Wochen als Welpen aus vermeintlich guter Zucht möglichst gewinnbringend an unwissende Käufer übergeben. Damit dieses Leid endlich beendet wird und die skrupellosen Vermehrer künftig zur Rechenschaft gezogen werden können, setzen wir vom Netzwerk uns für eine verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von allen Hunden ein“, erklärt Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V.

 

Illegaler Welpenhandel

 

Beim illegalen Welpenhandel werden die Tiere unter grausamen Bedingungen billig produziert, damit das Geschäft so lukrativ wie möglich ist. Die Hundebabys werden in dreckigen Verschlägen und Kellern geboren, bekommen weder Impfungen noch Zuneigung. Wenn die Welpen dann viel zu jung von ihren Müttern getrennt werden, sind viele krank und viel zu schwach, um die Reise quer durch Europa zu überleben. Viele von ihnen sterben bereits nach nur wenigen Tagen oder leiden ihr Leben lang an den Folgen der dramatischen Zustände, die sie in ihren ersten Lebenswochen erleiden mussten.

 

Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht 

 

Das Netzwerk K&R fordert seit 2016 die Einführung einer bundesweit einheitlichen und verpflichtenden Kennzeichnung und Registrierung (K&R) von Hunden und Katzen. Mit der Rückverfolgbarkeit aller Halter könnte der illegale Welpenhandel, aber auch die unseriöse Zucht, bald der Vergangenheit angehören. Vernachlässigung von Tieren könnte sofort geahndet und die Halter von ausgesetzten Tieren schnell ermittelt werden. Außerdem wird mit einer verpflichtenden Kennzeichnung und Registrierung das Seuchenrisiko, das von ungeimpften Hunden ausgeht, die auch aus dem illegalen Welpenhandel stammen, minimiert.

 

Zum Netzwerk K&R

 

Das Netzwerk „Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ ist ein interdisziplinärer Arbeitskreis von Experten unter der Leitung des Landesbeauftragten für Tierschutz des Saarlandes, Dr. Hans-Friedrich Willimzik. Ziel ist die Einführung einer Rechtspflicht zur Kennzeichnung und Registrierung für Hunde und Katzen in Deutschland. Bislang ist Deutschland zusammen mit Finnland hierbei Schlusslicht in Europa. Die gravierenden Probleme, wie beispielsweise der illegale Welpenhandel, die stetige Zunahme von Straßenkatzen sowie überfüllte Tierheime, können nur mit einer stringenten europaweit und national harmonisierten vollständigen Rückverfolgbarkeit von Tierhaltern und Heimtieren gelöst werden.

 

Weitere Hintergrundinformationen zur Arbeit und den Mitgliedern des Netzwerks „K&R“ sind auf der Internetseite www.heimtierverantwortung.net zu finden.


Eine rechtspflichtige Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen für Deutschland und Entwicklungen in der EU

Sulzbach (Ts.)/Berlin, 16. September 2019 – Eine zu geringe Rückvermittlung entlaufener Tiere, dadurch zu hohe Kosten für Tierheime, zusätzlich Risiken für die öffentliche Gesundheit, Defizite im Verbraucherschutz, Wettbewerbsverzerrung und unsägliches Leid beim Handel mit Welpen: Die Liste der Probleme, die sich daraus ergeben, dass es in Deutschland keine Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen gibt, ist lang. Warum die Einführung einer solchen Verpflichtung – wie sie in fast allen anderen EU-Mitgliedstaaten längst besteht – für Deutschland unverzichtbar ist und wie eine praktikable und kostengünstige Lösung aussehen kann, stellt das Experten-Netzwerk Kennzeichnung und Registrierung (K&R) im Rahmen einer Fachtagung am 6. November 2019 in Berlin vor.

 

Zu dieser Veranstaltung sowie zur Pressekonferenz an diesem Tag laden Sie Dr. Hans-Friedrich Willimzik, Tierschutzbeauftragter des Saarlandes und Leiter des Netzwerks K&R sowie Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V., der Tierschutzorganisation, die Europas größtes kostenloses Haustierregister betreibt, herzlich ein.

 

Wann: Mittwoch, 6. November 2019 von 9 bis 17 Uhr; Pressekonferenz 11:30 Uhr

Wo: Vertretung des Saarlandes beim Bund, In den Ministergärten 4, 10117 Berlin

 

Inhalte der Veranstaltung (Auszug):

  • K&R – Grundprinzip und Schlüsselinstrument der Verantwortlichen Heimtierhaltung – Stand in der Europäischen Union
  • Unterschiedliche Aspekte des Konzepts der K&R (Lösungsansätze)
  • Aktueller Handlungsbedarf in Deutschland – Ein kritischer Blick
  • Lösungsansätze – Präsentation des K&R-Modells „Nationaler Registerverbund mit Abfrageservice
  • Podiumsdiskussion

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme unter presse@tasso.net an.

 

Weitere Informationen sowie das Programm finden Sie auf der Webseite des Netzwerks unter www.heimtierverantwortung.net.

 

Wir freuen uns, Sie in Berlin begrüßen zu dürfen.


Expertennetzwerk fordert EU-weite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen

Sulzbach/Ts., 8. Mai 2019 – Am 9. Mai ist Europatag. Dann öffnen Institutionen wie das Europäische Parlament, die Europäische Kommission oder der Europäische Rechnungshof ihre Türen, um Interessierten ihre Arbeit näher zu bringen. In diesem Jahr ist dies eine gute Gelegenheit, um auf die Europawahl aufmerksam zu machen. Das findet auch das Expertennetzwerk „Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ und nimmt den Europatag zum Anlass, seine Forderung nach einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen in der Europäischen Union erneut zu bekräftigen.

 

Vom 23. bis 26. Mai ist es wieder soweit: Die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union sind zum bereits neunten Mal dazu aufgerufen, an der Wahl zum Europäischen Parlament teilzunehmen. Dabei nehmen sie mit ihrer Stimme nicht nur Einfluss auf ihre eigene Zukunft. Schätzungen zufolge gibt es in Europa etwa 80 Millionen Haushalte, in denen mindestens ein Haustier lebt. Millionen Tiere, für die die Menschen Verantwortung übernommen haben. Zu einer verantwortungsvollen Heimtierhaltung gehört für die Experten des Netzwerks „K&R“ neben der tiermedizinischen Grundversorgung und der artgerechten Tierhaltung auch der Schutz des Tieres durch die Kennzeichnung mittels eines Transponders und die anschließende Registrierung in einem Haustierregister.

 

Bereits seit 2010 fordern zahlreiche Tierschutzorganisationen, die Tierärzteschaft sowie das Europäische Parlament auf EU-Ebene eine Rückverfolgbarkeit nicht nur für landwirtschaftliche Nutztiere, sondern auch für Heimtiere. Das EU-Parlament hat zuletzt am 25. Februar 2016 mit fraktionsübergreifender Mehrheit über eine Entschließung abgestimmt, in der von der EU-Kommission eine EU-weite Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen aus Gründen der Gesundheit von Menschen und Tieren gefordert wird. Doch obwohl das EU-Tiergesundheitsrecht eine solche Maßnahme ermöglicht, gibt es bis heute keine allgemeine EU-weite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht. Zwar haben die meisten europäischen Mitgliedstaaten bereits eine solche Rechtspflicht eingeführt, deren Vollzug sowie die Ausgestaltung der Register sind jedoch länderspezifisch unterschiedlich und nicht kompatibel. Deutschland hat neben Finnland noch keine nationale Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht, sondern 16 unterschiedliche Landesgesetze. Überwiegend erfolgt die Schutzmaßnahme rein freiwillig durch den Tierhalter.

 

Dies ist nur einer der Gründe, warum das vor rund drei Jahren gegründete Expertennetzwerk „Kennzeichnung und Registrierung“, ein Arbeitskreis bestehend aus den Tierschutzbeauftragten der Länder sowie Experten aus den Bereichen der Tiermedizin, der Transpondertechnologie, der Haustierregister und des Tierschutzes, eine einheitliche Regelung für ganz Deutschland fordert.

 

„Noch besser wäre natürlich eine in der gesamten EU einheitlich geregelte Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen, da damit endlich zahlreiche Tierschutzprobleme gelöst werden könnten“, sagt Dr. Hans-Friedrich Willimzik, Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes und Leiter des Netzwerks „K&R“. „Mit einer solchen Pflicht könnte effektiver gegen den illegalen Handel mit Hunde- und Katzenwelpen vorgegangen werden und auch die Risiken von übertragbaren Krankheiten, sowohl bei Menschen als auch bei Tieren, könnten so minimiert werden.“ Darüber hinaus ließe sich der Onlinehandel mit Tieren besser kontrollieren. Willimzik: „Mit Ihrer Stimme bei der Wahl zum Europäischen Parlament können Sie dazu beitragen, dass dem Schutz der Tiere mehr Beachtung geschenkt wird, und dies nicht nur durch eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht, sondern auch in allen anderen Belangen.“

 

Das Netzwerk K&R

 

Das Netzwerk „Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ ist ein interdisziplinärer Arbeitskreis von Experten unter der Leitung des Landesbeauftragten für Tierschutz des Saarlandes, Dr. Hans-Friedrich Willimzik. Ziel ist die Einführung einer Rechtspflicht zur Kennzeichnung und Registrierung für Hunde und Katzen in Deutschland. Bislang ist Deutschland zusammen mit Finnland hierbei Schlusslicht in Europa. Die gravierenden Probleme, wie beispielsweise der illegale Welpenhandel, die stetige Zunahme von Straßenkatzen sowie überfüllte Tierheime, können nur mit einer stringenten europaweit und national harmonisierten vollständigen Rückverfolgbarkeit von Tierhaltern und Heimtieren gelöst werden.

 

Unter www.voteforanimals2019.eu/de können Interessierte sich darüber informieren, wie die zur Wahl stehenden Kandidaten zum Thema Tierschutz stehen.


Expertennetzwerk fordert ein Ende der Freiwilligkeit: Das Kennzeichnen und Registrieren von Hunden muss eine Pflicht werden

Berlin, 8. Oktober 2018 – Am 10. Oktober ist Welthundetag. Dann dreht sich in den Medien wieder alles rund um den besten Freund des Menschen. Eine gute Gelegenheit, um ein wichtiges Thema voranzubringen, findet das Expertennetzwerk „Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ und bekräftigt daher seine Forderung nach einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Hunden in Deutschland.

 

Zwar ist ein großer Teil der Hunde hierzulande bereits in einem Haustierregister registriert und kann damit im Ernstfall einem Halter zugeordnet werden, doch bislang obliegt die Entscheidung zur Registrierung oft allein dem Hundehalter. Nur in wenigen Bundesländern besteht eine Pflicht. Doch diese Regelungen sind nicht einheitlich und reichen auch nicht immer weit genug, da sie ihren Fokus nicht auf die Rückvermittlung entlaufener Tiere legen, sondern auf die Erfüllung ordnungspolitischer Maßnahmen.

 

Dies ist nur einer der Gründe, warum das vor mehr als zwei Jahren gegründete Expertennetzwerk „Kennzeichnung und Registrierung“, ein Arbeitskreis bestehend aus den Tierschutzbeauftragten der Länder sowie Experten aus den Bereichen der Tiermedizin, der Transpondertechnologie, der Haustierregister und des Tierschutzes eine einheitliche Regelung für ganz Deutschland fordert.

 

„Eine bundeseinheitliche Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und auch Katzen ist die Lösung für zahlreiche Tierschutzprobleme“, sagt Dr. Hans-Friedrich Willimzik, Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes und Leiter des Netzwerks „K&R“. „Mit einer solchen Pflicht könnte zum Beispiel endlich effektiver gegen das illegale Aussetzen von Heimtieren sowie den illegalen Welpenhandel vorgegangen werden.“ Zudem würden durch die schnelle Rückvermittlung von Fundtieren Tierheime und Kommunen deutlich entlastet werden. Willimzik: „Der Welthundetag ist eine gute Gelegenheit, dieses Thema in den Fokus zu rücken und entsprechende Regelungen endlich auf den Weg zu bringen.“

 

Das Konzept Registerverbund

 

Für die Umsetzung hat das Netzwerk „K&R“ auch bereits ein Konzept parat. In einigen EU-Mitgliedstaaten gibt es bereits Modelle mit mehreren Registern, die in einem einzigen Datenbanksystem miteinander vernetzt sind. Eine solche Lösung wäre laut den Experten auch eine optimale Lösung für Deutschland. So könnte auf mehr als zehn Millionen bereits registrierte Tiere aus den bestehenden Registern zurückgegriffen werden, ohne diese Daten kostenintensiv und mit hohem administrativem Aufwand erneut zu erheben. Die mit hohen Kosten verbundene Einrichtung und Verwaltung einer neuen Datenbank würde bei einem solchen Modell entfallen. Lediglich die Entwicklung eines Webservices, dem alle Register im Verbund angeschlossen sind, wäre vonnöten. Tierhalter oder Finder von entlaufenen Tieren sowie öffentliche Stellen wie Städte, Gemeinden oder die Polizei könnten nach diesem Modell über individuell angepasste Abfragemöglichkeiten ihre Anfragen stellen. Darüber hinaus wäre ein solches System kompatibel mit einer europaweiten Kennzeichnung von Hunden und Katzen, wie sie vom Europaparlament seit Jahren gefordert wird.


Herbstferien: Kennzeichnung und Registrierung schützen Heimtiere im Urlaub

Berlin, 1. Oktober 2018 – Tierhalter, die in den Ferien mit ihrem Tier verreisen, sollten sicherstellen, dass dieses gekennzeichnet und registriert ist. Darauf macht das Netzwerk „Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ aufmerksam, ein Arbeitskreis bestehend aus den Tierschutzbeauftragten der Länder sowie Experten aus den Bereichen der Tiermedizin, der Transpondertechnologie, der Haustierregister und des Tierschutzes. Nur durch Kennzeichnung und Registrierung eines Tieres ist sichergestellt, dass es seinem Halter zugeordnet werden kann, sollte es zum Beispiel während des Urlaubs entlaufen.

 

„Bei einer Reise ins Ausland ist für Hunde und Katzen eine Kennzeichnung mit einem Transponder verpflichtend, die Registrierung in einem Haustierregister muss der Halter aber selbst vornehmen“, erklärt Dr. Hans-Friedrich Willimzik, Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes und Leiter des Netzwerks „K&R“. „Nur beide Maßnahmen in Kombination sind wirkungsvoll: Wenn das Tier gekennzeichnet und registriert ist, kann es im Fall der Fälle unverwechselbar identifiziert werden und nach Hause zurückkehren. Das gilt im Urlaub, aber genauso natürlich zu Hause, weshalb Kennzeichnung und Registrierung immer zu empfehlen sind.“

 

Die Kennzeichnung von Hunden und Katzen erfolgt mit Hilfe eines Transponders mit Mikrochip. Diesen setzt ein Tierarzt auf der linken Halsseite unter die Haut des Tieres. Auf dem Mikrochip ist eine 15-stellige Nummer gespeichert, welche bei der Registrierung in einem Haustierregister mit den Daten zu Tier und Halter verknüpft wird. Sollte das Tier entlaufen und an anderer Stelle aufgegriffen werden, lässt sich über die hinterlegten Daten schnell der Tierhalter ausfindig machen.


Weltkatzentag: Expertennetzwerk bekräftigt Forderung nach bundesweit einheitlicher Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht

Berlin, 6. August 2018 – Am 8. August ist Weltkatzentag. Während an diesem Tag tausende glückliche Tierhalter ihre Samtpfoten mit Fotos und Videos in sozialen Netzwerken feiern, leiden gleichzeitig Millionen frei lebende Katzen, die krank und ausgemergelt auf sich selbst gestellt sind. Dabei ist das ursprüngliche Ziel des Tages, auf das Leid eben dieser Tiere aufmerksam zu machen. Und das ist nach wie vor absolut notwendig. Allein in Deutschland leben Schätzungen zufolge etwa zwei Millionen Katzen auf der Straße. Sie sind in der Regel nicht geimpft, nicht kastriert, krank und abgemagert. Als domestizierte Haustiere schaffen sie es nicht, sich selbst ausreichend zu versorgen. Verschlimmert wird ihr Leid massiv durch ständige Paarung und zahlreiche Geburten. Unter den heimatlosen Katzen sind auch viele Tiere, die einst ein Zuhause hatten, jedoch entlaufen sind. Zumindest diese Tiere wieder mit ihren Familien zu vereinen wäre ein Leichtes: Mit einer bundeseinheitlichen Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung für Katzen.

 

Diese Pflicht fordert das vor zwei Jahren gegründete Expertennetzwerk „Kennzeichnung und Registrierung“ (K&R), ein Arbeitskreis bestehend aus den Tierschutzbeauftragten der Länder sowie Experten aus den Bereichen der Tiermedizin, der Transpondertechnologie, der Haustierregister und des Tierschutzes. „Gemeinsam mit der Kastration der Katzen, die einen Halter haben und Freigang erhalten, ist dies das erfolgversprechendste Instrument im Kampf gegen das Katzenelend“, sagt Dr. Hans-Friedrich Willimzik, Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes und Leiter des Netzwerks „K&R“.

Bislang haben zwar über 650 deutsche Städte und Gemeinden sogenannte Katzenschutzverordnungen erlassen, die überwiegende Mehrheit hat allerdings bislang noch keine solche Verordnung eingeführt. Zudem gehen aus Sicht der Tierschützer auch nicht alle Bestimmungen weit genug. Einige Kommunen sehen zwar eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht vor, jedoch nicht die verpflichtende Registrierung der Katzen in einem Haustierregister. Häufig mangelt es auch an Kontrollstrukturen sowie der ausführlichen Information der Bürger über die Verordnung und deren Bedeutung.

 

„Was wir dringend brauchen, ist eine bundeseinheitliche Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen. Damit könnten wir Vieles auf einmal erreichen. Entlaufene Tiere könnten wieder an ihre Haltern zurückvermittelt werden und das illegale Aussetzen von Heimtieren könnte effektiv eingedämmt werden“, so Dr. Hans-Friedrich Willimzik. Weiterhin sind erhebliche Verbesserungen, vor allem in den Bereichen Tiergesundheit, Tierschutz, Rechtssicherheit und Vollzug, Verbraucherschutz, öffentliche Gesundheit und Wirtschaftlichkeit zu erwarten. Insbesondere würden durch die schnelle Rückvermittlung von Fundtieren Tierheime und Kommunen deutlich entlastet werden. Willimzik: „Es ist jetzt an der Bundesregierung, diese langjährige Forderung endlich auf den Weg zu bringen.“

 

Das Konzept Registerverbund

 

In einigen EU-Mitgliedstaaten gibt es bereits Modelle mit mehreren Registern, die in einem einzigen Datenbanksystem miteinander vernetzt sind. Eine solche Lösung wäre laut den Experten des Netzwerks „K&R“ auch eine optimale Lösung für Deutschland. So könnte auf mehr als zehn Millionen bereits registrierte Tiere aus den bestehenden Registern zurückgegriffen werden, ohne diese Daten kostenintensiv und mit hohem administrativem Aufwand erneut zu erheben. Die mit hohen Kosten verbundene Einrichtung und Verwaltung einer neuen Datenbank würde bei einem solchen Modell entfallen. Lediglich die Entwicklung eines Webservices, dem alle Register im Verbund angeschlossen sind, wäre vonnöten. Tierhalter oder Finder von entlaufenen Tieren sowie öffentliche Stellen wie Städte, Gemeinden oder die Polizei könnten nach diesem Modell über individuell angepasste Abfragemöglichkeiten ihre Anfragen stellen. Darüber hinaus wäre ein solches System kompatibel mit einer europaweiten Kennzeichnung von Hunden und Katzen, wie sie vom Europaparlament seit Jahren gefordert wird.


Notwendig, machbar, kostengünstig: Expertennetzwerk fordert bundeseinheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen

Berlin, 31. Januar 2018 – Warum eine bundesweit einheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Heimtiere unerlässlich ist, haben die Experten des Netzwerks „Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ gestern im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Berlin erläutert. Nach der Eröffnungsrede des saarländischen Umweltministers Reinhold Jost, der das Anliegen des Netzwerks unterstützt, appellierten die Experten an die anwesenden Abgeordneten des Deutschen Bundestages, endlich die Notwendigkeit einer solchen Regelung zu erkennen. Anschließend präsentierten sie einen konzeptionellen Vorschlag zur Umsetzung.

 

Seit vielen Jahren fordern Fachleute von der Politik eine bundeseinheitliche Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen. Eine solche Regelung würde erhebliche Verbesserungen, vor allem in Form von Transparenz, in den Bereichen Tiergesundheit, Tierschutz, Rechtssicherheit und Vollzug, Verbraucherschutz, öffentliche Gesundheit und Wirtschaftlichkeit mit sich bringen. Durch die schnellere Rückvermittlung von Fundtieren könnten Kommunen und Tierheime dauerhaft entlastet werden. Und nicht zuletzt könnte durch eine verpflichtende Rückverfolgbarkeit der illegale Welpenhandel erheblich eingedämmt werden. Dennoch gibt es in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen EU-Mitgliedstaaten bis heute keine einheitlich geregelte Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht. Und das, obwohl die Umsetzung schon mit wenig bürokratischem und finanziellem Aufwand möglich wäre.

 

„Mit einer bundeseinheitlichen Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen könnten wir vieles auf einmal erreichen“, sagt Dr. Hans-Friedrich Willimzik, Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes und Leiter des Netzwerks „K&R“. „Jetzt ist es an der künftigen Bundesregierung, unsere Forderung und den erarbeiteten Vorschlag zur Umsetzung zu überdenken und am Ende auch umzusetzen.“

 

Das Konzept Registerverbund

 

In einigen EU-Mitgliedstaaten gibt es bereits Modelle mit mehreren Registern, die in einem einzigen Datenbanksystem miteinander vernetzt sind. Eine solche Lösung wäre laut den Experten des Netzwerks „K&R“ auch eine optimale Lösung für Deutschland. So könnte auf mehr als zehn Millionen bereits registrierte Tiere aus den bestehenden Registern zurückgegriffen werden, ohne diese Daten kostenintensiv und mit hohem administrativem Aufwand erneut zu erheben. Die mit hohen Kosten verbundene Einrichtung und Verwaltung einer neuen Datenbank würde bei einem solchen Modell entfallen. Lediglich die Entwicklung einer speziellen Software, die alle Register im Verbund miteinander vernetzt, sowie die Bereitstellung eines Webservices durch alle angeschlossenen Register wären vonnöten. Tierhalter oder Finder von entlaufenen Tieren sowie öffentliche Stellen wie Städte, Gemeinden oder die Polizei könnten nach diesem Modell über individuell auf sie angepasste Abfragemöglichkeiten ihre Anfragen stellen. Darüber hinaus wäre ein solches System kompatibel mit einer europaweiten Kennzeichnung von Hunden und Katzen, wie sie vom Europaparlament seit Jahren gefordert wird.